vom 28.05.2005 - 03.06.2005
Sechs Angler unseres Vereins fuhren Ende Mai 2005 zum Angeln nach Norwegen auf die Insel Hitra.
Seit mehr als 12 Jahren sind wir in verschiedener Besetzung
alle ein bis zwei Jahre auf Hitra zum Hochseefischen. Die beiden Inseln Hitra
und Fröya bieten nach wie vor eine hervorragende Fischerei auf Dorsch, Köhler,
Leng etc.
Die Betreuung und Buchung bei
http:///www.hitraturistservice.no überzeugt.
Wir
hatten unsere Unterkunft auf Dolmö, welche durch eine kleine Brücke von Hitra zu
erreichen ist.
Die türkise Markierung zeigt unseren Hafen und unsere Unterkunft auf der Karte an.
Die roten Markierungen stellen die Gebiete dar, in denen wir gefischt haben.
Aber keine Sorge, von
hitraturistservice
erhalten Sie bei der Anreise im Büro immer die neuesten Informationen, wo gerade
die Fische stehen und gefangen werden können.
Zum Angeln in Norwegen bietet Hitra wirklich alle Möglichkeiten.
Die Reise beginnt in Kiel, mit einer Fahrt auf den Ostsee-Fähren der Color - Line von Kiel nach Oslo. Selbstverständlich gibt es auch noch viele andere Fährverbindungen. Wir nutzen allerdings seit langer Zeit dieses Angebot der Color - Line. Es stellt einen Kompromiss, zwischen Reisegeschwindigkeit und Komfort dar. Für uns beginnt der Urlaub auf der Fähre mit den dort gebotenen Shows, Roulette, gemütlichem Essen...... und einer Ruhepause mit Schlafmöglichkeit bis zum Anlegen in Oslo.

Bei der Ausfahrt aus dem Hafen Kiel können die anderen Fähren, der Sportboothafen Kiel, der Kriegshafen und auf der östlichen Seite der Kieler Bucht der Hafen von Laboe und das dortige Marine-Denkmal wunderbar besichtigt werden.
Auf der rechten Seite des Fotos, der Hafen Laboe, mittig die Strandpromenade und im Hintergrund kann man das Marine Denkmal des zweiten Weltkriegs erkennen.
Nach der Überfahrt mit der Color-Line nach Oslo starteten wir
sofort auf die E6 in Richtung Trondheim. Auf der Autofahrt nach Hitra gibt es
zwei mögliche Strecken.
1) Die Panorama - Variante über Hamar - Lillehammer - Dombas - Berkak - Orkanger
- Hitra
2) die schnellere Variante über Hamar - Elverum - Tynset - Berkak - Orkanger - Hitra
Wer noch nie in Norwegen war, sollte die halbe Stunde längere Fahrzeit in Kauf nehmen und über Dombas fahren. Die Fahrt durch das Hochplateau entschädigt den Zeitverlust um ein vielfaches.
Ein über 5 Kilometer langer Tunnel verbindet das Festland mit der Insel Hitra. Gleich nach dem Durchqueren des Tunnels informierten wir uns im Büro von hitraturistservice über unsere Unterkunft, den Weg dorthin und die momentanen Angelbedingungen.

Gleich nach der Ankunft wurde unser Boot übergeben. Es handelte sich um ein Kabinenboot mit einem 90 PS Diesel.
Auf diesen Booten kann man mit etwa vier Personen optimal angeln. Für uns mit 6 Personen war es etwas zu klein.
Diese hochzuverlässigen und ausreichend schnellen Boote sind wirklich spitze.
Alleine das "Rumschippern" macht damit viel Spass.
Die Ausrüstung mit Echolot und GPS ist unbedingt erforderlich. Nicht nur dass
damit das Wieder finden guter Fangstellen erleichtert wird - auch zum nach Hause
finden ist GPS wirklich top ;-))

Hans Brunner mit einem Schönen Leng, welcher an einem 150 gr. Pilker in einer Tiefe von 75 m an die Angel ging.

Die Kisten waren voll. Dank unseres Guides Jürgen (Mitarbeiter von hitraturistservice) gelangen uns Massenfänge von Köhlern.
Als Beifang gingen kapitale Köhler, Lumb, Leng, Dorsch, Pollack, Wittling und Rotbarsche an die Angel.
Auf Grundfische Lumb, Leng und auch Dorsch ist das Angeln mit Naturködern (Fischfetzen) sehr erfolgreich.
Die Köhler bzw. Seelachse waren in Millionen vorhanden. Vier bis sechs Fische pro Versuch waren normal.

Dem Angeln folgten natürlich auch die unangenehmeren Filetier - Arbeiten nach dem erfolgreichen Angeln.
Jeder verfügbare Platz in dem überdachten Filetierraum musste genutzt werden.
Hier erkennt man auch gut die Reiseteilnehmer, welche waren:
Josef Steinbach (der Frühaufsteher)
Justin Hirscheider (der Zocker)
Alois Pickl (der Fahrer und Käpt´n)
Erwin Haubner (unser Murmeltier)
Hans Brunner (der Webmaster)
Franz Metzger ( der steht hier hinter der Kamera)

Hier ist er mal im Vordergrund unser Indianer-Häuptling Franz !
An der Angel hat er da einen schönen Wittling.
Die Wittlinge und Pollacke bissen meist beim schnellen Einholen der Pilker im Mittelwasser zwischen 20 und 50 m.

Justin Hirscheider mit einem Köhler (Seelachs) von ca. 4 kg.
Die Köhler waren in Massen mit einem Stückgewicht von 700 gr. bis etwa 1 kg vorhanden.
Abseits der großen Schwärme, bzw. darunter bissen dann die größeren Exemplare bis 1m Länge und etwa 7 kg Gewicht !
Dazu wurden die Beifänger entfernt, da ansonsten zu schnell die "Kleineren" an der Angel waren. Mit den Beifängern war es unmöglich bis zu den "Grossen" vorzudringen, da schon nach ein paar Sekunden alle Haken mit Köhlern bedeckt waren.

Links ein Foto von der Nachbarinsel Fröya bei der Durchfahrt zum Angelplatz.
Rechts ein kapitaler Franzosendorsch, der auf
den gleich großen Pilker biss.
Gierige kleine Franzosen....


Am letzten Angeltag hatten wir nochmals ein grossartiges Naturerlebnis, als wir zufällig die Bekanntschaft von ca. 10 Orcas machen durften.
Diese wunderschönen Tiere kamen bis auf einige Meter an unser
Boot heran.
Etwa 15 Minuten war es uns möglich diese großartigen Meeresbewohner aus nächster
Nähe zu beobachten.
Leider gab meine Digicam nach diesem Foto links den Geist auf,
da der Akku leer war.
Ich hätte vor lauter Wut fast die Bootswand durchgebissen :-(
Anschließend haben wir nochmals ein wahres Köhlerfest erlebt. In drei Stunden Angeln fingen wir ca. 300 Köhler ! Den drei Stunden Fischen folgten dann nochmals drei Stunden Schlachten und Filetieren.
Diese Angelreise wird uns wegen des außergewöhnlichen Angelerfolgs und dem tollen Erlebnis mit den Orcas auf immer in Erinnerung bleiben.
Ich kann nur jedem Norwegen zum Fischen empfehlen - ein wunderschönes Land für Angler !!