
Vorkommen
Die Verbreitung des Hechtes erstreckt sich über Nordasien,
Europa und Nordamerika.
In Europa existiert nur eine Art dieser Fischfamilie.
Der Hecht liebt flache, klare, ruhige, große und nicht zu
warme Gewässer mit einem guten Bestand an Wasserpflanzen, wobei es auch ein paar
tiefere, kühle Zonen geben sollte, insbesondere wenn sich das flache Wasser im
Sommer über 20°C erwärmt.
Besonders die größere Hechte ziehen sich gerne ins kühle zurück, wenn es ihnen
im Flachen zu warm wird. Das Wasser darf durchaus einen leichten Salzgehalt
aufweisen, wie z.B. die weniger salzigen Gebiete der Ostsee.
Der Hecht ist ein Standortfisch und zeigt ein ausgeprägtes
Territorialverhalten. Die besten Standplätze werden meist auch von den größten
Hechten besetzt.
Er hält sich fast immer in der Uferzone stehender Gewässer auf. Oft setzt man
ihn als Beifisch in Karpfenteiche, wo er unerwünschte Nahrungskonkurrenten
dezimieren soll.
Für den Sportangler ist der Hecht eines der beliebtesten
Fangobjekte, da er relativ leicht zu angeln ist. Seine Bestände sind nicht sehr
groß.
Die begehrtesten Hechte sind mittelgroß und haben ein Gewicht von etwa 2.5 kg.
Hecht hat im essbaren Anteil etwa einen Fettgehalt von 0.7- 0.9 g/100 g.
Mit seinem kräftigen, gestreckten, nur wenig seitlich
abgeflachten Körper, dem kurzen gedrungenen Schwanzteil, dem platten stark mit
Zähnen besetzten Maul, ist der Hecht bestens für sein räuberische Lebensweise
gerüstet.
Die grün und gelb marmorierte oder quergebänderte Färbung passt sich dem
Plfanzenbestand sehr gut an.
Typisch für den Hecht ist die weit nach hinten verschobene Rückenflosse und das
entenschnabelförmige Maul.
Beißzeiten
Bei einer Wassertemperatur um die 15 °C ist die Verdauung
von Futter für den Hecht am Besten. Daraus resultiert das gesteigerte
Freßverhalten.
Die besten Monate für das Hecht angeln sind somit : Mai, Juni, Ende August,
September und Anfang Oktober.
Im Frühling fischen Sie
morgens am Besten mit großen Kunstködern die tieferen Stellen des Gewässers ab.
Ab Mittag bis Abends wechseln Sie in die flacheren Teile des Gewässers.
Besonders bei hoch stehender Sonne ist das Fischen im Flachwasser erfolgreich.
Das Abfischen von Tiefenkanten, Buhnen etc. ist immer erfolgreich.
Im Sommer lassen sich die
Hechte im gesamten Gewässer angeln.
Die besten Uhrzeiten zum Fang im Sommer sind die Stunden vor Sonnenaufgang und
in der Abenddämmerung.
Besonders aussichtsreiche Stellen sind die Krautbänke in deren die Hechte
Nahrung und ausreichend Sauerstoff finden.
Bei besonders warmem Wasser suchen sie die Sprungschicht im Wasser und bieten
den Köder knapp darüber an.
Zum Herbst-Anfang sollten Sie
ebenfalls frühmorgens mit dem Fischen beginnen. Erfolgreich ist das
Fischen mit Köderfischen und Wobblern bzw. Jigs die an tiefen Stellen langsam
über Grund gezogen/gezupft werden.
In den ersten, noch milderen Herbstwochen liegen die Beißzeiten ziemlich
früh am Morgen und verlagern sich mit abnehmender Temperatur in den kalten
Monaten in die Mittagszeit oder die Nachmittagsstunden
Verhalten
Der Hecht ist ein Standfisch der Gewässerbereiche mit Kiesboden und Uferbereiche mit üppigen Bewuchs bevorzugt.
Dort verharrt er auf der Stelle stehend und lauert seinen Opfern regungslos auf.
Er laicht in der Zeit von Februar bis Mai. An Pflanzen in
flachen Uferbereichen werden die ca. 3 mm großen und klebrigen Eier abgelegt.
Nach ca. 10 bis 30 Tagen schlüpfen die Larven. Mit einer Klebedrüse am Kopf
bleiben die Larven dann nochmals 10 bis 20 Tage an Pflanzen haften.
Im Alter von 3 bis 4 Jahren sind sie dann selbst geschlechtsreif.

Bedeutung in der Teichwirtschaft
Die ersten Wochen des Hechtlebens frisst der Hecht das
tierische Plankton im Gewässer.
Allerdings wechselt der Hecht sehr schnell die Nahrungsquellen und frisst
schnell Fischbrut und geht sogar zum Kannibalismus über.
Wenn er größer ist, ernährt er sich vor allem von Fischen die ca. 20% seiner
eigenen Körpergröße ausmachen.
Auch Frösche, Wasservögel und Kleinsäuger werden gefressen.
Als Faustformel für den Zuwachs des Hechtes kann man von einem Verhältnis von
5kg Fisch zu einem Kilo Zuwachs beim Hecht ausgehen.
Hechte können bei ausreichendem Nahrungsangebot enorme
Wachstumsraten erreichen. Für das schnelle Abwachsen sind vor allem viele
Futterfische in der richtigen Größe und ausreichend Platz im Gewässer
entscheidend.
Schon im ersten Jahr können Hechte bis zu 50cm Länge erreichen.
Die Laichzeit der Hechte liegt in den Monaten Februar bis
Mai. Eine Wassertemperatur von 6 bis 8 Grad Celsius löst die Eiablage aus.
Geschlechtsreif werden Hechte in der Regel im Alter von 2 - 3 Jahren.
Das Ablaichen der Hechte erfolgt auf überschwemmten Ufern, in kleinen Gräben
bzw. Stellen mit starkem Wasserpflanzenbewuchs. Aus den klebrigen ca. 3mm großen
Eiern schlüpft die Brut nach 10 bis 30 Tagen, je nach Wassertemperatur.
Bei einer nicht zu intensiv betriebenen Karpfenproduktion lassen sich
einsömmerige Hechte aus H0 ziehen. Dazu müssen im Frühjahr ca. 1000 Stück
H0/Hektar gesetzt werden. Im Herbst kann mit etwa 100 Stück bis zu einem Gewicht
von 100g gerechnet werden. Damit die Hechte ein ausreichendes Nahrungsangebot
haben, sollten sich im Gewässer ein ausreichendes Nahrungsangebot an
Futterfischen befinden.
Aussichtsreich ist ein Hechtbesatz immer dann, wenn im Teich "Unkrautfische"
bekämpft werden sollen. Das Überschreiten der vorgenannten
Mengenempfehlung bringt keine weiteren Vorteile mehr.
Sie können auch einen Besatz mit ca. 400 Hv vornehmen. Dabei sind im besten Fall
bis zu 200 H1 als Abfischergebnis möglich.
Köder
Der Hecht ist im Gewässer ein gieriger Räuber, der fast
alles frisst was sich im Gewässer bewegt.
Als Köder kommen alle Arten von toten Köderfischen in Betracht, die an einem
Drilling bzw. Köderfisch-System angeboten werden.
Sehr erfolgreich zum Hechtangeln sind vor allem die Fischarten Schleie, Rotauge, Rotfeder,
Aalstücke.
Achten Sie beim Köderfisch darauf seine Schwimmblase zu
durchstechen, da er ansonsten an der Oberfläche schwimmt. Auch ein Bebleien der
Fische ist möglich.
In großen Gewässern kann der Einsatz einer Segelpose sinnvoll sein um einen
größeren Gewässerbereich abfischen zu können.
Wenn mit Köderfischen angefüttert wurde, waren besonders Heringe und Makrelen besonders fängig, die vorher einen Tag in Lockstoff eingelegt waren.
Schöne Fänge können Sie auch erzielen, wenn Sie Kleinfische durch das Einwerfen von trockenen Futterbomben in die Nähe ihrer Köderfischangel locken.
Als Alternative kommen alle Arten von Kunstködern zum
Einsatz.
Mir sind erfolgreiche Fänge vor allem mit großen Wobblern, großen Spinnern und
Efzett Blinkern gelungen.
Finden können Sie Hechte vor allem in Seen immer dort wo sich auch ihre Futterfische aufhalten. Haben Sie die Standplätze der Rotaugen, Rotfedern gefunden ist auch das Raubfischangeln dort immer Erfolg versprechend.
Gerät
Für das Hechtangeln mit Köderfisch kommen stabile
Grundruten von 2,70m bis 3,90m zum Einsatz. Um größer die gewünschte Wurfweite,
umso länger die Ruten.
Das Wurfgewicht liegt meist zwischen 40-100gr. Ergänzt wird das System um eine
Stationärrolle mit ca. 200m monofiler Schnur mit einem Durchmesser von 0,30 -
0,40 mm.
Der Hechtangler mit Köderfisch sollte immer verschiedene Laufposen mit
unterschiedlicher Tragkraft griffbereit haben. Stimmen Sie die Tragkraft der
Pose immer auf das Gewicht des Köderfisches ab. Ein zu starker Auftrieb ist
unbedingt zu vermeiden.
Beim Hechtfischen unbedingt notwendig sind Stahlvorfächer in ausreichender
Länge. Beim Spinnfischen reichen 30- 40cm, während beim Angeln mit Köderfisch
mindestens 50cm erforderlich sind.
Beim Fischen mit Köderfisch kommen Drillinge der Größe 4-8 zum Einsatz. Beim
Fischen mit Köderfischen ist es sinnvoll die Schnur etwas einzufetten, damit sie
an der Wasseroberfläche bleibt.
Eine sehr einfache und effektive Köderfischmontage ist ein Vorfach, auf dem sich ein verschiebbarer Einzelhaken befindet. Am Ende des Vorfachs befindet sich ein Drilling. Der Einzelhaken wird etwa drei Mal um das Vorfach gewickelt, damit sich eine kleine Wicklung am Hakenschenkel bildet. Danach wird der Einzelhaken in die Oberlippe des Köderfisches gestochen. Der Drilling wird mit einem Haken in den Bauch des Köderfisches gestochen.
Beim Fischen mit Kunstködern muss unbedingt das Tempo beim
Einholen variiert werden. Die meisten Anfänger machen den Fehler den Köder zu
schnell und zu gleichmäßig durch das Wasser zu ziehen.
Hechte finden Köder ,die taumelnde und verletzte Futterfische nachahmen meist
attraktiver.
Beim Spinnfischen ist es sinnvoll die Stellen in einem Wurffächer abzufischen.
d.h. sie befischen zuerst das Ufer in unmittelbarer Nähe und beginnen
anschließend mit Weitwürfen. Dabei werfen sie den Köder von rechts nach links
immer in Abständen von mehreren Metern ein bis das Ufer zu ihrer Linken erreicht
ist. Danach wechseln Sie den Platz.
Als Faustregel bei der Wahl der Köderfarbe zum Spinnfischen
lässt sich folgendes sagen:
Umso trüber das Angelgewässer umso auffälliger und greller sollte die Köderfarbe
sein. Bei klarem Wasser ist dunklen bzw. erdfarbenen der Vorzug zu geben. Bei
trübem Wasser sind grelle und blitzende Farben am erfolgreichsten.
Der "Wastl Schlepper" ist eine sehr fängige Methode Hechte
in Ufernähe zu überlisten. Die besten Fänge gelangen mit dieser Methode vor
allem in Teichen und Kanälen.
Sie nehmen einen toten Köderfisch und ziehen ihn auf ein normales
Köderfisch-System. Das Vorfach wird in Nähe des Wirbels mit einigen großen
Bleischroten vorgebleit.
Das System wird um eine stabile und gut sichtbare Pose ergänzt.
Während des Fischens werfen Sie den Köderfisch 10 bis 20m in Richtung
Gewässermitte. Danach öffnen Sie den Schnurbügel und laufen am Ufer ca. 50 m
entlang. Dann schließen Sie den Schnurbügel und ziehen den KöFi immer etwa 3-4 m
näher an sich heran. Unterbrechen Sie das Einholen immer mit Pausen von ca. 1-2
Minuten nach der Strecke von 4 Metern.
Hecht Rezept "Der Hecht ein Gedicht"
HECHTWÜRSTL
500 g Hecht ohne Haut und Gräten
SAUERKRAUT
300 g Sahne
400 g Sauerkraut
1 EL Karottenwürfel
2 Schalotten
1 EL Zucchiniwürfel
1 klein. Mehlige Kartoffel
3 EL Geschlagene Sahne
1 EL Öl
2 Meter Saitlinge
100 ml Rinderbrühe
Cheyenne
100 ml Riesling
Zitronensaft
Salz
GEWÜRZBEUTEL
SENFSAUCE
1 Lorbeerblatt
1/4 l Consomme
2 Wacholderbeeren
3 EL Creme fraiche
10 Pfefferkörner
1 EL (-2) süßen Senf
1 Nelke
1 TL Scharfen Senf
Salz
Salz und Pfeffer
Pfeffer
Zitronensaft
Fisch klein schneiden, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen, in der
Küchenmaschine mixen - nach und nach die Sahne zugeben. Die Farce durch ein Sieb
streichen, mit dem abgekochten Gemüse und der Sahne vermischen.
In den Darm füllen, abdrehen, in kochendes Wasser geben und 8 - 10 Minuten ziehen lassen.
SAUERKRAUT
Schalotten klein schneiden, in Öl anschwitzen, Kraut dazugeben, mit Wein
ablöschen, mit Brühe aufgießen und das Ganze mit dem Gewürzbeutel zusammen gar
kochen. Kurz vor dem Ende die Kartoffel hinein reiben und abschmecken.
SENFSAUCE
Die Zutaten aufkochen, abschmecken und mixen.
SPECKHECHT (HASSFELD)
1 Hecht; (2-3 kg)
500 g Speck
Salz, Pfeffer, Paprika
Zitronensaft
1 Sellerie
4 Moehren
2 Stangen Lauch
2 Zwiebeln
Speck; zum Belegen
Gesäuberten und geschuppten Hecht in Zitronensaft, Salz, Pfeffer und mildem
Paprika
marinieren.
Wurzelgemüse in glasigem Speck kurz dünsten und mit Salz und Pfeffer
würzen. Füllung in den Hecht geben, mit Nadeln verschließen und mit
Speckstreifen
belegen.
Bräter ölen, über Kreuz mit Speckstreifen auslegen und den Hecht darin 30
Minuten bei 190 Grad backen.